Lehramt an Sekundarschulen (praxisintegrierend) (M.Ed.)
Dieser Quereinstiegs-Master eröffnet im Rahmen eines Modellprojektes ab dem Wintersemester 2025/2026 parallel zur grundständigen Lehrkräftebildung die Option einer gleichwertigen Qualifikation. Dieses Studienangebot richtet sich an Personen, die während oder nach ihrem fachwissenschaftlichen Bachelorstudium (ohne Lehramtsbezug) an einer Hochschule den Wunsch (entwickelt) haben, als Lehrer oder Lehrerin zu arbeiten. Hiermit wird ein Angebot geschaffen, welches es ermöglicht, in ein Lehramtsstudium auf Masterebene einzumünden und vollqualifizierte Lehrkraft an einer Sekundar- bzw. Gemeinschaftsschule zu werden. Nachdem mit dem Bachelorabschluss ein Großteil der fachlichen Expertise des Erstfaches erworben wurde, zielt dieser Quereinstiegs-Master auf den Erwerb der pädagogischen und didaktischen Kompetenzen des Erst- und Zweitfaches sowie auf den (weiteren) Erwerb fachlicher Expertise im Zweitfach.
Mögliche Fächerkombinationen sind:
1. Fach Mathematik mit Chemie oder Physik oder Technik
2. Fach Technik mit Chemie oder Mathematik oder Physik
Dieses Studienangebot an der Otto-von-Guericke-Universität ist in besonderer Weise praxisorientiert ausgerichtet. Am Anfang steht ein Brückenprogramm (lehramtsspezifische Kompaktphase) über 2 Semester. Dies sind theoretische Fachsemester an der Otto-von-Guericke-Universität mit Bezug zur Schulpraxis im Schulstandortcluster. Im Anschluss findet die Verzahnung mit dem Referendariat statt, indem zwei wöchentliche Praxistage mit zum Teil eigenverantwortlichem Unterricht an der ausbildenden Stammschule vorgesehen sind. Für den abschließenden Erwerb der Laufbahnbefähigung wird der Referendariat für 6 Monate fortgeführt. Dieser findet an der ausbildenden Stammschule und am Studienseminar in Magdeburg statt. Im Berufsalltag gestalten Lehrkräfte an Sekundarschulen Unterricht in zwei gewählten Fächern, fördern Schülerinnen und Schüler individuell, begleiten deren Lern- und Entwicklungsprozesse und sind Ansprechperson in pädagogischen Fragen. Die Tätigkeit umfasst die Planung von Lerneinheiten, die Förderung sozialer Kompetenzen, die Mitarbeit an Konzepten zur Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die enge Zusammenarbeit mit Kollegium, Erziehungsberechtigten und außerschulischen Partnern.
Studium
Der Studiengang Lehramt an Sekundarschulen (praxisintegrierend) (M.Ed.) findet an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt und führt nach erfolgreichem Abschluss des mit dem Referendariat verzahnten praxisintegrierenden Masterstudiengangs und des direkt anschließenden fortgeführten Referendariats zum vollständigen Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Sekundarschulen. Die Gesamtausbildungszeit bis zum vollständigen Erwerb der Laufbahnbefähigung beträgt 3,5 Jahre und gliedert sich in 3 Jahre Masterstudium (zwei Semester Brückenprogramm (lehramtsspezifische Kompaktphase) und 4 Semester praxisintegrierender Master mit verzahntem Referendariat) und 6 Monate im fortgesetzten Referendariat. Das Studium wird von Anfang an durch schulpraktische Phasen begleitet. Studierende beobachten Unterricht, gestalten eigene Sequenzen und reflektieren ihr pädagogisches Handeln. Parallel erwerben sie fachwissenschaftliches, fachdidaktisches und bildungswissenschaftliches Wissen. Der Praxisanteil des Modellprojektes wird in einem von 10 Schulstandortclustern absolviert. Ein Schulstandortcluster besteht in der Regel aus 2 bis 4 regional eng beieinanderliegenden Sekundar- und Gemeinschaftsschulen, wovon eine die ausbildende Stammschule ist. Die Schulstandortcluster befinden sich in folgenden Landkreisen: Landkreis Börde, Jerichower Land, Altmarkkreis Salzwedel und Landkreis Stendal.
Mit dem Eintritt in die Masterphase mit dem verzahnten Vorbereitungsdienst (ab dem 3. Semester) ist eine Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Widerruf mit Anwärterbezügen beabsichtigt.
Studieninhalte:
- fachwissenschaftliches Studium bezogen auf die gewählte Fächerkombination
- Fachdidaktik beider Unterrichtsfächer
- Bildungswissenschaften (Pädagogik, Psychologie, Soziologie) inklusive Bildung und individuelle Förderung
- Kommunikation, Beratung und Konfliktlösung
- Schulrecht, Berufsrolle und Professionalisierung
- Medienpädagogik und digitale Bildung
- begleitete Schulpraxis
- Masterarbeit mit einer mündlichen Verteidigung
Studiengrundvoraussetzungen:
- Hochschulzugangsberechtigung (allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife)
- Einschlägiger fachwissenschaftlicher Bachelor ohne Lehramtsbezug, der Inhalte im Umfang von mind. 120 CP in den Bereichen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und bildungswissenschaftliche Grundlagen enthält, die lehramtsbezogenen Bachelorstudiengängen in der angestrebten Fachkombination entsprechen und damit anrechenbar sind
- Nachweis der Überprüfung der pädagogischen Eignung mit Hilfe eines Selbsterkundungsverfahrens (CCT-Germany)
- deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes oder Staatsangehörigkeit eines EU- oder EWR-Staates
- Erfüllung der beamtenrechtlichen Voraussetzungen für die Übernahme in ein Beamtenverhältnis
Studiendauer:
- zwei Semester Brückenprogramm (lehramtsspezifische Kompaktphase) zzgl.
- vier Semester mit Vorbereitungsdienst verzahnter Masterstudiengang (praxisintegrierende Verlaufsform bis zum Master of Education zzgl.
- 6 Monate Vorbereitungsdienst bis zum vollständigen Erwerb der Laufbahnbefähigung
Studienvergütung im Brückenprogramm (lehramtsspezifische Kompaktphase):
- nach Tarifrecht derzeit 1.800 € [Stand: Juni 2025]
Kontakt
Landesschulamt Sachsen-Anhalt
Ernst-Kamieth-Straße 2
06112 Halle
Tel: 0345 514-1669
E-Mail: LSCHA-Studium(at)sachsen-anhalt.de

