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Landwirtschaftsreferendariat

Landwirtschaftsreferendarinnen und -referendare werden auf Aufgaben im „höheren“ landwirtschaftstechnischen Dienst vorbereitet. Nach Abschluss des Referendariats eröffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Fachbehörden, Ministerien oder bei nachgeordneten Einrichtungen. Referendarinnen und Referendare lernen, wie agrarpolitische Programme rechtssicher umgesetzt, Förderverfahren begleitet und Verwaltungsentscheidungen vorbereitet werden. Sie wirken an der Ausgestaltung von Rechtsvorschriften mit, übernehmen Aufgaben der Fachaufsicht und tragen zur Qualitätssicherung in der Agrarverwaltung bei. Darüber hinaus werden sie gezielt auf die Übernahme von Führungsaufgaben vorbereitet. Dazu gehören unter anderem das Verständnis für Verwaltungsstrukturen, die Kompetenz, Teams zu leiten und Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen. Der Berufsalltag verbindet landwirtschaftliches Fachwissen mit rechtlichen und politischen Fragestellungen. Dabei steht nicht nur die fachliche Expertise im Vordergrund, sondern insbesondere die Fähigkeit, komplexe Verwaltungsprozesse mit strategischen Weitblick und Verantwortungsbewusstsein für Menschen, Ressourcen und Strukturen zu gestalten.

Referendariat

Das Referendariat findet im Beamtenverhältnis auf Widerruf statt. Die praktische Ausbildung erfolgt im Landesverwaltungsamt, der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau, in den Ämtern für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten sowie bei Landkreisen und im zuständigen Ministerium. Hinzu kommen Schulungen sowie rechtliche Lehrgänge und Seminare zum Thema Führungskompetenz. Das Referendariat endet mit der großen Staatsprüfung und qualifiziert für den "höheren" landwirtschaftlichen Dienst. Sie werden als Vorgesetze einen fachlich abgegrenzten Bereich leiten.

Ausbildungsinhalte:

  • Agrarpolitik und Agrarrecht
  • Förderwesen und Förderprogramme
  • Pflanzenbau, Tierhaltung und Agrarökologie
  • Grundlagen für Förder- und Kontrollverfahren
  • Digitalisierung und Datenmanagement
  • Rechtliche Grundlagen zum Umwelt-, Boden- und Gewässer-,Tier- und Verbraucherschutz
  • Verwaltungsaufbau und -handeln
  • Öffentlichkeitsarbeit und Fachberatung
  • Organisation von Fachbehörden und Ministerien
  • praktische Abschnitte in Fachreferaten
  • Führung und Kommunikation

Einstellungsgrundvoraussetzungen:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Agrarwissenschaften, Landwirtschaft oder vergleichbar (Master oder gleichwertiger Abschluss)
  • mindestens einjähriges Praktikum in landwirtschaftlichen Betrieben oder eine vergleichbare berufspraktische Tätigkeit
  • erfolgreiches Bestehen eines Auswahlverfahrens
  • Erfüllung der beamtenrechtlichen Voraussetzungen für die Übernahme in ein Beamtenverhältnis

Ausbildungsdauer:

  • 2 Jahre

Ausbildungsvergütung:

  • Anwärterbezüge in Höhe von 1.684 Euro [Stand: Juni 2025]
  • Sonderzuschlag in Höhe von 30 Prozent des zustehenden Anwärtergrundbetrages

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg
Tel: 0391 567-4373
E-Mail: vorbereitungsdienst(at)mw.sachsen-anhalt.de

Link zum Referendariat